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26.05.2009
Erneuter Gasstreit möglich
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Zwischen Moskau und Kiew könnte sich ein erneuter Gasstreit anbahnen. Wie der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, nach Angaben von russischen Nachrichtenagenturen am Montag erklärte, betrachte Moskau die Lage, was die Bezahlung der Gaslieferung für Mai angeht, als sehr, sehr schwierig. Darüberhinaus sagte er, sollte der ukrainische Versorger Naftogas nicht fristgerecht zahlen, "hätte Gazprom alle Gründe, um in Zukunft eine Vorauszahlung von hundert Prozent zu verlangen". Bereits am Freitag hatte Russlands Präsident Dmitri Medwedew Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Ukraine geäußert.
Zuletzt hatte Gazprom im Januar nach einem Streit über offene Rechnungen und die Höhe des Gaspreises die Lieferungen an die Ukraine eingestellt. Da eine wichtige Pipeline durch das Land verläuft, hatte der Gasstreit auch Folgen für Europa: In Südosteuropa waren einige Staaten vollkommen von der Gasversorgung abgeschnitten. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union beziehen rund 40 Prozent ihres importierten Gases aus Russland, rund 80 Prozent davon werden über die Ukraine geliefert.
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